Das Highfield Festival findet nach fast 30 erfolgreichen Jahren zum vorerst letzten Mal statt. Allein ist das Festival damit nicht, denn nach der Pandemie mussten zahlreiche neue wie etablierte Namen in Deutschland, Europa und der Welt die Segel streichen. Woran liegt das? Mit diesem Blog möchten wir am Beispiel des Highfield erklären, warum die gesamte Live-Branche unter Druck steht – und warum wir dennoch glauben, dass Musikfestivals eine Zukunft haben.
Was bleibt von einem Festival, wenn die Bühnen abgebaut sind? Wir glauben: Vor allem eine Menge unvergesslicher Erinnerungen. Deshalb haben wir die Hurricane- und Southside-Community nach Geschichten gefragt, an die sich unsere Gäste ihr Leben lang erinnern werden.
Billy Talent haben gemeinsam mit ihren Fans 36.365 Euro für F.U.MS Germany gesammelt. Die Summe ist das Ergebnis zweier exklusiver Clubshows im Columbia Theater Berlin und in der Kantine Köln, bei denen Fans den kanadischen Rock-Ikonen, die normalerweise viel größere Hallen füllen, besonders nahekommen konnten.
Zwei Künstlerinnen, zwei ganz unterschiedliche Sounds, aber eine gemeinsame Haltung: Liska und Boviy stehen für eine Generation von Acts, die nicht einfach nur gehört, sondern verstanden werden will. Beide haben unseren FLINTA*-Contest „Gamechanger“ gewonnen und sich damit einen Slot auf zwei der größten Festivalbühnen Deutschlands gesichert: Boviy beim Hurricane, Liska beim Southside Festival.
Wie viel Müll fällt auf unseren Festivals an? Wie viele Gäste entscheiden sich für einen Campingplatz, bei dem Müllvermeidung im Fokus steht? Und wie viele reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln an? Diese und weitere Fragen beantworten wir möglichst transparent und lesenswert mit unseren Festival-Factsheets zur Nachhaltigkeit. Darüber freuen sich Medien, weil es in diesem Bereich oft an belastbaren Zahlen fehlt – und unsere Gäste, weil sie so direkt sehen können, was ihr Handeln bewirken kann.
Jede Artist-Karriere hat irgendwo angefangen – und zwar nicht gleich auf der ganz großen Bühne, sondern weit davor: Mit jemandem, der zugehört hat, der Potenzial erkannt und gesagt hat: „Da geht was.“ In der für Künstlerkarrieren immer zentraleren Livemusik ist Ben Rodenberg einer dieser Menschen – und anscheinend sehr gut in dem, was er tut.
Was haben Pfandbecher, Abfall, Schlafsäcke und Lebensmittel gemeinsam? All das macht unsere Festivals zu mehr als nur Musik – indem unsere Gäste diese Dinge spenden, entsteht auf ganz verschiedenen Wegen etwas Gutes für Menschen aus der Region und der ganzen Welt. Wie das geht und wie viel Geld durch Spenden von unseren Gästen und Beiträge von uns 2025 zusammengekommen ist, erklären wir in diesem Blog.
„Ich hatte keinen anderen Plan, das heißt, dieser musste klappen.“ Folkert Koopmans’ Weg vom Indie-Promoter zum CEO einer der größten Kulturveranstalter Europas ist untrennbar mit dem Hurricane Festival verbunden.
Detlev Kaldinski grinst breit und stellt die Kaffeetasse erst mal wieder auf den Tisch. „Das Festival-Fiasko 1977 und 20 Jahre Ruhe am Eichenring – und dann will Folkert Koopmans ausgerechnet in Scheeßel wieder ein Festival machen. Da war einiges an Überzeugungsarbeit nötig.“ Die Runde nickt und schüttelt angesichts der unvergleichlichen Erfolgsgeschichte ihre Köpfe. Gemeinsam mit Detlev sitzen Bernd Braumüller, Bobby Meyer und Reinhard Lüdemann von der Kulturinitiative Scheeßel am Tisch der Bäckerei Schrader direkt im Ortskern. Schrader liefert den Festivalbesuchern übrigens jedes Jahr die Brötchen, was ganz gut zeigt, worum es in unserem Gespräch eigentlich geht: um kurze Wege, Zusammenarbeit, Zusammenhalt – und Erinnerungen, die ein ganzes Leben bleiben.
Nachhaltigkeit ist in aller Munde, aber leider längst nicht in allen Köpfen. Was heißt Nachhaltigkeit überhaupt? Welche Pflichten haben Unternehmen, und wie misst man Ergebnisse? Wir geben gerne zu: Auch Kultur kostet Ressourcen, und deshalb klären wir in der heutigen Folge, was wir als einer der größten Veranstalter von Livekultur unter Nachhaltigkeit verstehen und wie wir unsere Arbeit transparenter und messbarer machen möchten.
In einer Zeit, in der sich wenige Wochen weltpolitischen Geschehens anfühlen wie mehrere Monate, geraten viele Themen schnell aus dem Fokus. Dabei belasten die zunehmende gesellschaftliche Spaltung und ökonomische Unsicherheit das Leben und die kulturelle Vielfalt weltweit – auch mit Folgen für Musiker*innen, Promoter*innen und Musikfans. Gleichzeitig werden Diversitäts- und Inklusionsprogramme eingestellt, Förder- und Spendengelder gestrichen und Nachhaltigkeitsstrategien zurückgefahren. In dieser Gemengelage ist es uns wichtig, unsere eigenen Bemühungen zu festigen und den Dialog aufrecht zu halten. Hier erklären wir, wie wir uns strategisch weiterentwickeln und mit gruppenweiten Maßnahmen aktiv zum Wandel beitragen wollen. Denn wenn nicht jetzt – wann dann?
Wir müssen reden. Die zunehmende gesellschaftliche Spaltung, steigende Kosten oder die ökonomische Unsicherheit belasten das Leben und die kulturelle Vielfalt in Deutschland, mit Folgen für Musikerinnen und Musiker, Veranstaltende und Musikfans.