In einer Zeit, in der sich wenige Wochen weltpolitischen Geschehens anfühlen wie mehrere Monate, geraten viele Themen schnell aus dem Fokus. Dabei belasten die zunehmende gesellschaftliche Spaltung und ökonomische Unsicherheit das Leben und die kulturelle Vielfalt weltweit – auch mit Folgen für Musiker*innen, Promoter*innen und Musikfans. Gleichzeitig werden Diversitäts- und Inklusionsprogramme eingestellt, Förder- und Spendengelder gestrichen und Nachhaltigkeitsstrategien zurückgefahren. In dieser Gemengelage ist es uns wichtig, unsere eigenen Bemühungen zu festigen und den Dialog aufrecht zu halten. Hier erklären wir, wie wir uns strategisch weiterentwickeln und mit gruppenweiten Maßnahmen aktiv zum Wandel beitragen wollen. Denn wenn nicht jetzt – wann dann?
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird mittlerweile in unterschiedlichsten Kontexten verwendet, wodurch er schnell seine Bedeutung verliert. Daher vorab: Unser Verständnis von Nachhaltigkeit beruht auf dem Bericht „Our Common Future“, besser bekannt als Brundtland-Bericht. Dieser definiert nachhaltige Entwicklung als solche, die sicherstellt, dass gegenwärtige Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen können, ohne zukünftige Generationen daran zu hindern dies gleichermaßen zu können. Wer noch tiefer ins Thema einsteigen möchte (oder einfach gern Berichte liest), kann das hier tun.
Es wird klar: Nachhaltigkeit ist immer auch eine Frage von Gerechtigkeit, weswegen wir uns gleichermaßen auf ökologische und soziale Aspekte konzentrieren. Auf Basis dessen haben wir gruppenweit eine Nachhaltigkeitsstrategie implementiert, die sechs verschiedene Handlungsfelder identifiziert, welche wir für unsere Aktivitäten als am relevantesten einordnen – mehr Details dazu auf unserer Corporate Seite.
Uns ist wichtig, dass weder die ökologische noch die soziale Perspektive zu kurz kommt – vor allem, da steigende Lebenshaltungskosten aktuell für viele Menschen eine zusätzliche Belastung darstellen. Wir versuchen daher, die Kosten für unsere Events so zu kalkulieren, dass möglichst niemand ausgeschlossen wird. Gerade das ist aber gar nicht so einfach, angesichts einer Kostensteigerung von rund 45 % im Vergleich zu vor der Pandemie. Da wir es als unsere Verantwortung ansehen, die Teilhabe an unseren Events zu fördern, haben wir 2025 zwei gezielte Konzepte getestet:
- Mit unseren Unity Tickets (Sozialtickets zu stark vergünstigten Preisen) fördern wir die Teilhabe auf unseren Festivals in Deutschland. Eingeführt zunächst beim Highfield wird das Projekt in diesem Jahr auch auf das Hurricane und das Southside ausgeweitet.
- Friendly Fire in den Niederlanden hat parallel ein Pilotprojekt mit Fokus auf Konzerte umgesetzt, bei dem ein Konzept für verschiedene Preiskategorien getestet wurde: Neben dem regulären Ticketpreis gab es eine „more to spend“ und „less to spend“ Option. Das Ziel: Wege finden, um Konzerte erschwinglich zu halten und gleichzeitig faire Gagen für Künstler*innen zu ermöglichen





















